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More Moor, please! Oder: Warum Moore so wichtig für den Klimaschutz sind

02.08.2022

Obwohl die Menschheit sich Moore schon lange zunutze macht, hatten die Mischflächen aus Wasser und Land lange Zeit kein gutes Image. Sie galten als gefährlich, undurchdringlich und dienten als Kulisse für düstere Geschichten. Mit der Zeit wurden immer mehr Flächen trockengelegt oder zerstört. Und das mit verheerenden Auswirkungen, denn als CO2-Speicher sind sie unersetzliche Bausteine für das weltweite Klima – und für die Nachhaltigkeitsstrategie der WERTGARANTIE Group.

Autor: Kerstin Schoenbeck

Idyllische Moorlandschaft, bewölkt

Seit der Entstehung der Moore, nach der letzten Eiszeit, wurden in Deutschland 95 % der Moore zerstört, entwässert und abgetorft. Inzwischen wissen wir, dass das fatale Folgen für Umwelt und Klima hat. Moore stellen nur noch 3 % der globalen Landfläche, binden aber rund 30 % des erdgebundenen Kohlenstoffs weltweit und verhindern so die Entstehung von Kohlenstoffdioxid, also CO2. Moore sind somit die wohl effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume, so schildert es der Naturschutzbund Niedersachsen (NABU). Zusätzlich bieten sie seltenen Pflanzen- und Tierarten ein Zuhause, filtern das Grundwasser und wirken wie ein Schwamm in der Landschaft, denn sie können unheimlich viel Wasser schnell speichern und langsam abgeben.

Torf auf Abwegen

Viele Freizeitgärtnerinnen und -gärtner nutzen den im Hochmoor kommerziell abgebauten und abtransportierten Torf gern für ihre Gartenpflanzen. Hierdurch werden die Moore weiter zerstört und folglich kann weniger CO2 gebunden werden. Dabei ist der Torf nicht einmal optimal für die heimischen Garten- und Zimmerpflanzen, denn der pH-Wert ist nicht auf sie abgestimmt. Wer also Torf für Hortensie, Rhododendron und Co. verwenden will, muss noch ordentlich Kalk dazu einsetzen.

Wir planen keinen WERTGARANTIE Garten, sondern fördern zusammen mit ClimatePartner die Wiedervernässung und Renaturierung von Mooren in Deutschland. In einem weiteren Klimaschutzprojekt geht es um den Erhalt des Waldes an der brasilianischen Amazonasmündung. Mit der finanziellen Unterstützung wird der Bevölkerung vor Ort unter die Arme gegriffen, die Rodung gestoppt und die Wiederbepflanzung gefördert. Wälder binden – ähnlich wie die Moore – große Mengen an erdgebundenem Kohlenstoff und sind deswegen ebenfalls essenziell für den Klimaschutz.

Moor geht vor

Unserer unternehmerischen Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt kommen wir schon seit einiger Zeit nach und haben in den letzten Jahren kontinuierlich unsere CO2-Emissionen reduziert. Durch die Kompensation der verbliebenen Emissionen, mit den besagten Klimaschutzprojekten, ist der Geschäftsbetrieb am Standort Hannover seit dem Jahr 2021 klimaneutral. Bis 2025 wollen wir konzernweit klimaneutral sein und so aktiv den europäischen Grünen Deal und das Pariser Klimaabkommen unterstützen.

Die Mitarbeitenden der WERTGARANTIE Group spielen bei unserer Nachhaltigkeitsstrategie eine entscheidende Rolle. Von ihnen kamen verschiedene Verbesserungsvorschläge, die aktiv auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz einzahlen. Dieses Engagement würdigt die Geschäftsführung ab sofort mit einem an Nachhaltigkeitskriterien gebundenen Bonussystem.

Autor_in_Kerstin

Mein Name ist Kerstin Schoenbeck. Ich arbeite seit 2015 in der Unternehmenskommunikation der WERTGARANTIE Group. An meinem Job gefallen mir die tägliche Abwechslung und der intensive Kontakt zu den anderen Abteilungen besonders gut. Hier im Magazin berichte ich in erster Linie zu Nachhaltigkeitsthemen.

Geschrieben von Kerstin Schoenbeck